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Sonderseite Corona

Übersicht der Wirtschaftshilfen

 

ÜBERBRÜCKUNGSHILFE DES BUNDES

 

Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, können nun weitere Liquiditätshilfen erhalten. Ab sofort können sich u.a. Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die für die Unternehmen die Anträge einreichen müssen, registrieren. Nach erfolgter Registrierung können die Anträge online gestellt werden. Die Auszahlungen an die Unternehmen können bereits im Juli erfolgen.
Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aller Branchen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren und ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 zurückgegangen ist. Auch Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb können einen Antrag stellen, wenn sie die Programmvora
ussetzungen erfüllen. Gleiches gilt für gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen. Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

  • 80% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzrückgang,

  • 50% der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 50% und 70%,

  • 40% der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 40% und unter 50%
    im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt für die Monate September bis Dezember bis zu 200.000 Euro. Die Antragstellung erfolgt über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer und erstmals in einem vollständig digitalisierten Verfahren. Die gemeinsame bundesweit geltende Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de ist online verfügbar.

Weietere Infomationen:

www.bmwi.de

 

 

NRW ÜBERBRÜCKUNGSHILFE PLUS

 

Das Land NRW schießt krisengeplagten Kleinunternehmern und Freiberuflern 1.000 Euro pro Monat für Lebenshaltungskosten zu. Das Geld wird zusätzlich zu dem Corona-Soforthilfe-Programm der Bundesregierung ausge-zahlt, hier können die Zuschüsse von 3.000 Euro jedoch nur zur Deckung von Betriebskosten eingesetzt werden.
Damit versucht die Landesregierung ein Problem vieler Künstler und Freiberufler zu lösen: In der Regel haben diese nur geringe Betriebskosten und profitieren deshalb kaum von der Corona-Hilfe des Bundes. Für den Lebensunterhalt bliebe ihnen nur der Hartz-4-Antrag.  
Um das zu verhindern, stellt die Landesregierung 300 Millionen Euro bereit. Die neue Überbrückungshilfe gibt es für die Monate Juni bis August. Das bundeseinheitliche Antragsverfahren startet im Juli.
Insgesamt bewilligte das Land NRW in den vergangenen Monaten mehr als 426.000 Anträge von Solo-Selbstständigen sowie kleinen Unternehmen und zahlte rund 4,5 Milliarden Euro als aus. Die Antragsphase des Corona-Soforthilfe-Programms ist seit Ende Mai beendet.

Bei Fragen zur Überbrückungshilfe und zur NRW Überbrückungshilfe Plus steht Ihnen eine Hotline zur Verfügung: Tel. 0211-7956 4996


Weitere Informationen:
www.land.nrw

Fragen und Antworten zur NRW Überbrückungshilfe Plus

 

 

KURZARBEIT

Gelockerte Voraussetzungen bei Beantragung

Unternehmen können unter vereinfachten Voraussetzungen Kurzarbeitergeld beantragen. Ansprechpartner ist der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Werl unter der Rufnummer 0800 4 5555 20. Es gelten folgende Regelungen:

  • Mindestens zehn Prozent der Beschäftigten haben einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als zehn Prozent

  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet

  • Auch Leiharbeitnehmer in Kurzarbeit werden berücksichtigt.

  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

  • Die Agentur für Arbeit erstattet anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden durch Bezug zu 100 Prozent

  • Bezug bis zu zwölf Monaten

Weitere Informationen:
Agentur für Arbeit

LIQUIDITÄTSSICHERUNG

FINANZIELLE SOFORTHILFEN für Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige

Der Bund hat kleinen Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche sowie Solo-Selbständigen und Angehörigen der Freien Berufe mit bis zu zehn Beschäftigten finanzielle Soforthilfen zugesagt. Das Volumen umfasst bis zu 50 Milliarden Euro. Vorgesehen sind eine Einmalzahlung in Höhe von 9.000 Euro für drei Monate bei bis zu fünf Beschäftigten und eine Einmalzahlung in Höhe bis zu 15.000 Euro für drei Monate bei bis zu zehn Beschäftigten.

Der Zuschuss kann genutzt werden, um finanzielle Engpässe, wie z.B. Bankkredite, Leasingraten, Mieten usw., zu bedienen. Soloselbständige im Haupterwerb beziehen ihren Lebensunterhalt aus ihrer selbstständigen Tätigkeit und müssen daher auch ihr eigenes Gehalt erwirtschaften, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sofern der Finanzierungsengpass beim Soloselbstständigen im Haupterwerb dazu führt, dass er sein regelmäßiges Gehalt nicht mehr erwirtschaften kann, dient die Soforthilfe auch dazu, das eigene Gehalt und somit den Lebensunterhalt zu finanzieren.

Die Landesregierung stockt das Programm noch einmal auf und unterstützt über die NRW-Soforthilfe Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten mit 25.000 Euro.
Die Antragstellung sollte ausschließlich über die Homepage des NRW-Wirtschafstministeriums erfolgen:

Weitere Informationen:
www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

Landesinformationsportal

Aktuelle Meldung vom 12.05.2020 für Solo-Sebständige und Kleinunternehmen

Am 12. Mai 2020 hat die Landesregierung eine ergänzende Zuschussregelung beschlossen:

Diejenigen, die im März 2020 oder April 2020 einen Förderantrag zum Programm NRW-Soforthilfe 2020 gestellt haben, sollen einmalig einen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro erhalten. Der Zuschuss wird indirekt gewährt, indem als Nachweis der Verwendung ein Betrag in Höhe von 2.000 Euro für den Lebensunterhalt angesetzt werden darf, der nicht an die Landeskasse zurückgezahlt werden muss. Voraussetzungen hierfür sind:
* keine Beantragung von ALG II (Grundsicherung) für März oder April,
* keine Bewilligung des Sofortprogramms für Künstlerinnen und Künstler.

Aktuelle Meldung für nach dem 31.12.2019 gegründete Unternehmen:

Seit dem 14. Mai 2020 besteht daneben auch für nach dem 31.12.2019 gegründete Unternehmen die Möglichkeit die Soforthilfe über einen Angehörigen der steuerberatenden Berufe (z. B. Steuerberater/in) zu beantragen. Die entsprechende Antragsseite lautet: gruender-soforthilfe-corona.nrw.de


Liquiditätssicherung durch BÜRGSCHAFTEN

In NRW stehen die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro pro Unternehmen) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Euro) bereit, um Kredite zu besichern. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft. Für Kontokorrent-Linien bis 100.000 Euro werden über die Bürgschaftsbank NRW 90-prozentige Bürgschaften in einem Schnellverfahren mit nur einem Tag Bearbeitungszeit angeboten, sobald vom Bundesministerium der Finanzen die Freigabe dafür gekommen ist.

Telefonische Auskunft gibt es unter der Rufnummer 02131 5107-200
und im Internet bei der Bürgschaftsbank NRW.


Liquiditätssicherung durch BETEILIGUNGSKAPITAL

Der „Mikromezzaninfonds Deutschland“ kann ohne Einschaltung der Hausbank und ohne Sicherheiten stille Beteiligungen eingehen (max. 75.000 Euro). Das Angebot richtet sich an kleine Unternehmen, Gründungen und spezielle Zielgruppen (u.a. Unternehmen, die ausbilden sowie Gründungen aus der Arbeitslosigkeit). Das führt nicht nur zur sofortigen Liquiditätsstärkung, sondern verbessert auch das Rating des Unternehmens und damit seine Kreditwürdigkeit.

Telefonische Auskunft gibt es unter 02131 5107-200 und auch im Internet bei der
Kapitalbeteiligungsgesellschaft.


NRW-BANK berät individuell

Die Förderberater der NRW.BANK informieren und beraten individuell und diskret über die Förderinstrumente des Landes. Betroffene Unternehmen sollten sich so früh wie möglich melden, um gezielt und rechtzeitig alle Möglichkeiten ausloten zu können.

Das NRW.BANK-Service-Center informiert unter Tel. 0211 91741 4800.


KfW-Corona-Hilfe: KREDITE für Unternehmen

Das KfW-Sonderprogramm 2020 mit unbegrenzten Mitteln ist an den Start gegangen.

Um die Liquidität von Unternehmen, Selbständigen und Freiberuflern zu verbessern und laufende Kosten zu decken, können diese Betriebe jetzt einen KfW-Kredit erhalten. Der Kredit wird bei der Hausbank beantragt.

Im Online-Formular auf der Webseite der KfW kann mit wenigen Angaben der passenden KfW-Kredit gefunden werden und der Antragsteller kann sich über die wichtigsten Konditionen informieren. Am Ende erhält man eine Zusammenfassung der gemachten Angaben und somit eine gute Vorbereitung für das Bankgespräch.
www.kfw.de

KfW-Schnellkredit 2020:
KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeiter

KfW-Unternehmerkredit:

KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 jahre am Markt sind

ERP-Gründerkredit - Universell:
KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 jahre am Markt sind

Direktbeteligung für Konsortialfinanzierung:
KfW-Sonderprogramm - Konsortialfinanzierung ab 25 Mio. Euro

 

VERDIENSTAUSFALL

Entschädigung bei Tätigkeitsverbot

Im Falle eines Tätigkeitsverbots (z.B. Quarantäne) wegen des Corona-Virus kann eine Entschädigung für die Fortzahlung von Löhnen und Gehältern beantragt werden. Ein Ansprechpartner ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL/Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster).

Der für Werl zuständige LWL – Landschaftsverband Westfalen-Lippe informiert auf folgender Webseite: www.corona-infektionsschutzgesetz-nrw.lwl.org


Weiterführende Informationen

Arbeitsagentur

LVR – Landschaftsverband Rheinland

Bürgschaftsbank NRW

Kapitalbeteiligungsgesellschaft

KfW-Webseite

Deutscher Städte- und Gemeindebund


 




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